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Es werden Posts vom Oktober, 2023 angezeigt.

[Wahr] Dann beißen die Schlangen nicht

Es ist schon komisch, wie man Dinge anders verarbeitet, wenn man jung ist. Es dauerte ein paar Jahre, bis mir bewusst wurde, wie unheimlich meine Situation war. Damals in der fünften Klasse spielten meine Freunde und ich mit Airsoftwaffen. Wir hatten unsere kleinen Deathmatch-Schlachten oben auf dem Hügel hinter unseren Häusern. Wir alle wuchsen in einem sicheren, wohlhabenden Vorstadtbezirk auf und gingen regelmäßig fort, um zu spielen oder die Gegend zu erkunden. Eines Sommerabends, kurz vorm Einbruch der Dunkelheit, starteten wir eine Partie und teilten uns in zwei Viererteams auf. Mein Freund Teagan und ich blieben zusammen und wir rannten den Hügel hinauf zu einem betonierten Wasserablauf; dieser erwies sich als eine hervorragende Stelle, um sich zu verstecken und das Geschehen von oben zu betrachten. Während wir in unserer Position verharrten, machte Teagan mir weiß, dass uns ein Mann beobachtete und von weiter oben auf dem Hügel in unsere Richtung herabstieg. Zu diesem Zeitp...

Ich fand eine offene WLAN-Verbindung

Sie glaubten mir nicht, als ich ihnen sagte, dass es in unserer Reichweite ein offenes WLAN-Netzwerk gibt mit dem treffenden Namen „Offenes Wifi“. Es war ziemlich langsam, das war aber nicht das Problem. Wir zelteten nämlich mitten im Nirgendwo (in den Tar Hollow Wäldern in Ohio.) Wir parkten den Truck etwa eine Meile entfernt auf dem Pfad, und von dort aus war es eine 15-minütige Fahrt zur einzigen Auffahrt auf den Highway. Gelinde gesagt, wir waren weit weg von der Zivilisation. Nachdem wir alle damit fertig waren, Facebook zu überprüfen und auf Snapchats zu antworten, machten meine Freunde und ich ein Spiel daraus, die Signalquelle zu finde. Marco und Sean gingen in eine Richtung, Mike und ich in die andere. Das Signal verschwand nach 185 Schritten in meine Richtung und nach etwa 250 Schritten in die entgegengesetzte Richtung. Wir stimmten Seans Vorschlag zu, in eine dritte Richtung zu gehen, um durch die Dreiecksmethode annähernd den Standort der Quelle bestimmen. Marco zählt...

An Apple a Day

An apple a day keeps the doctor away – ein Apfel am Tag hält dir den Arzt vom Leib – jeder kennt diese Redewendung. Die meisten Leute gehen davon aus, dass es sich schlichtweg um einen einprägsamen Reim handelt, der kleinen Kindern die Wichtigkeit einer gesunden Ernährung bewusst macht. Es gibt schließlich keinen Grund, etwas anderes zu vermuten. Allerdings ist dieser Spruch ursprünglich keine harmlose Merkhilfe. Die Redewendung stammt aus einer Grenzstadt während den ersten Jahren des Goldrauschs. Dort war das Essen knapp und das Geld noch knapper. In einem August, in dem die Region von einer schweren Dürre heimgesucht wurde, zog sich eine blutige Mordserie durch die Stadt. In jeder Nacht wurde in jeweils einem Haus eingebrochen und jeder, der den Einbrecher sah, wurde zügig und brutal abgeschlachtet. Bis auf ein paar Überreste wurde sonst nichts gestohlen. In der zweiten Woche seit Beginn dieser Vorfälle ließ der örtliche Lebensmittelhändler ein paar Äpfel und ein Glas Milch über...

Das Steintorritual

Hat schonmal jemand eine Erfahrung mit diesem Ritual gemacht? Ich habe es durch puren Zufall entdeckt und ich frage mich, ob jemand einen Weg gefunden hat, der Schleife zu entkommen. Falls euch das „Steintorritual“ unbekannt ist, werde ich versuchen, es euch so gut wie möglich zu erklären. Ihr könntet am Ritual schon mehrmals vorbeigelaufen sein, ohne ihm jemals Beachtung geschenkt zu haben. Es ist jedoch ziemlich leicht, es ausfindig zu machen, wenn man weiß, wonach man suchen muss. Man kann es nicht erzwingen. Entweder man findet zufällig ein Tor auf seinem Pfad, oder man läuft sein ganzes Leben lang, ohne jemals eins zu sehen. Das Wort „Tor“ kann allerdings ein wenig irreführend sein, denn zwei Steine sind alles, was zum Ritual gehört. Wenn ihr herumlauft, könnten euch zwei Steine am Rand eures Wegs auffallen. Diese Steine werden ovalförmig und recht flach sein und sie ähneln sich in ihrer Farbe, die jedoch unterschiedlich genug ist, dass man die Steine auseinanderhalten könnt...

Der Minimalist

Sein Name lautet Sven. Er ist 27, blond und früher hatte einen wohlgeformten Körper. Wir wohnten drei Jahre lang zusammen, er und ich. Nachts verbrachten wir die Zeit mit Bier und Erdnüssen und guten Gesprächen und tagsüber sahen wir uns kaum wegen meines vollen Terminkalenders. Er ist Architekt, oder vielleicht war er es zumindest mal, da bin ich mir nicht so sicher. Im März hat er sich seinen Lebenstraum erfüllt. Er reiste nach Japan und drei Wochen lang war seine Facebook-Pinnwand voll mit Fotos von Tempeln und Straßen und Menschen. Aber vor allem postete er Bilder von Häusern, großen und kleinen, und letztendlich auch Fotos vom Innenraum der Häuser und der Wohnungen. Neben einem der Bilder steht bis heute ein Satz, der Vermutlich der Anfang seiner Besessenheit war: „Die Leute hier sind wirklich nett. Sag ihnen, dass du Architekt bist und jeder Fremde wird dir sein Haus zeigen, wenn du nett danach fragst – zieh dir drinnen aber die Schuhe aus!“ Bei seinen Posts und unseren b...

Der Clifton Bunnyman

Die Geschichte des Bunnymans geht viele, viele Jahre zurück. Ursprünglich begann sie erst 1931, nachdem jedoch schon viele Morde von ihm begangen worden waren. Die Echtheit der Geschichte lässt sich in der Bibliothek „Old Clifton Library“ nachweisen. Sie befindet sich in der Stadt Clifton, im Norden des US-amerikanischen Bundesstaats Virginia. Was ich euch gleich erzählen werde, ist alles wahr. Den Hasenmann habe ich zwar niemals selbst gesehen, aber jeder in Clifton glaubt daran, dass seine Geschichte wahr ist. (Zur Verständlichkeit der Geschichte: Die Brücke „the Bunny Man’s Bridge“ befindet sich im Wald neben einem Schotterweg. Unter ihr führt eine einspurige Straße durch und auf der Brücke befinden sich zwei Bahngleise.) Damals im Jahre 1903 gab es mitten in der Stadt Clifton eine Irrenanstalt, tief in der Wildnis eingebettet. Ziemlich bald nach dem Bürgerkrieg begannen Leute, dieses Gebiet zu bewohnen und die Bevölkerung war auf etwa 300 Menschen bemessen. Es war eine sehr kle...

Die Nonne des Klosters der Empfängnis

Im historischen Zentrum der schönen Panamastadt steht ein altes Gebäude, das als „Convento de la Concepción“ oder als Kloster der Empfängnis bekannt ist. Es ist bis heute einer der verspuktesten Orte der Stadt. Es liegt zwischen den Straßen Belisario Domínguez und República de Brasil und im Laufe der Zeit haben sich Geschichten über finstere Erscheinungen in den Mauern verbreitet. Es gibt Leute, die felsenfest behaupten, dass man nachts den dunklen Schatten einer Nonne sehen kann, der klagend umhergeht und dort verschwindet, wo ein Pfirsichbaum wächst. Hinter diesem Gespenst steckt eine Geschichte, die ebenso tragisch wie reißerisch ist. Man erzählt, dass in der Kolonialzeit eine schöne Frau namens Maria de Avilal in der Stadt wohnte. Sie verliebte sich unsterblich in Don Urrutia, einen sehr edelmütigen, jungen Mann, der es nach und nach geschafft hatte, die Zuneigung der reichen Erbin zu gewinnen. Ihre Familie war eine der reichsten in der Region. Die Brüder der Verehrten jedoch...

Ebenen der Hinterzimmer – Ebene 0 bis 8

Im Folgenden werden Ebene 0 bis 8 der Hinterzimmer vorgestellt. Diese neun Ebenen werden auch als quantenstabile Ebenen bezeichnet. Grundlegendes zu den Hinterzimmern ist hier nachzulesen. Ebene 0, die Lobby Ebene 0 ist die erste Ebene der Hinterzimmer. Sie ist höchst wahrscheinlich diejenige, auf der ihr zuallererst landen werdet. Ebene 0 ist eine Anreihung von zufällig aufgeteilten Zimmern, Fluren und Treppen. Zumeist sind dort einheitliche, eintönig gelbe Tapeten zu sehen. Der Teppichboden ist feucht und Bürolampen zieren die Decke. An einigen Wänden sind Steckdosen, an einigen wächst Schimmel und in anderen sind Sicherheitskameras installiert. Selten sind dort auch Zimmer nebeneinander zu finden, die nicht einheitlich gelb sondern blutrot sind, und es gibt auch stockdunkle Flure. Obwohl dies allgemein eine eher sichere Ebene ist, in der wenige Geschöpfe anzutreffen sind, ist sie äußerst isoliert und wird daher erheblich an deiner geistigen Gesundheit nagen. Trage eine Flasch...

Entitäten der Hinterzimmer

Hier werden einige der Entitäten in den Hinterzimmern vorgestellt. Grundlegendes zu den Hinterzimmern ist hier nachzulesen. Verrückt Gewordene Diese Wesen sind zombieartige Menschen, die in den Hinterzimmern den Verstand verloren haben. Nur ein einziges Bild wurde während einer Ausrottung geschossen. Man trifft sie für gewöhnlich in den tieferen Ebenen und es gibt viele. Das Phänomen ist normalerweise dann zu beobachten, wenn Menschen in den Hinterzimmern verrückt werden. Nach einiger Zeit fangen sie an, andere Menschen anzugreifen und sich wie Hauträuber zu verhalten. Ihre eigene Haut wird immer röter und sie bekommen Löcher auf dem Körper und mit der Zeit ein breites Lächeln. Da diese Wesen einst Menschen waren, sind einige nicht angriffslustig. Wenn sie dennoch zuschlagen, dann oft mit Waffen oder anderen Gegenständen, jedoch sind sie sehr langsam. Man muss trotzdem vorsichtig sein, denn je wahnsinniger sie sind, desto schneller können sie sich bewegen. Sie geben meistens tiefe G...