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Es werden Posts vom Oktober, 2020 angezeigt.

Erinnert sich sonst noch jemand daran, als Kind die Treppe herunterzuschweben?

Also, in letzter Zeit lese ich in all den gespenstischen Subreddits, die ich finden kann – aus Gründen, auf die ich noch eingehen werde – und das weckte eine Erinnerung an etwas, von dem ich nicht glauben konnte, es vergessen zu haben. Es geschah, als ich etwa sechs war.   Ich wachte spät nachts auf. Es war nach Mitternacht, denn meine Mutter war schon ins Bett gegangen (sie blieb damals spät auf und schaute unten im Wohnzimmer Fernsehen). Das Haus war still und nur das Licht der Straßenlaternen vor meinem Schlafzimmerfenster (ein riesiges, gewölbtes Ungeheuer), kam rein. Mein Zimmer befand sich im zweiten Stock neben dem Badezimmer. Auf der anderen Seite des Flurs, direkt neben der Treppe, war das Zimmer meiner Mutter. Sie schläft immer mit offener Tür, immer. Ich erinnere mich nicht mehr, warum genau ich aufwachte. Ich musste nicht pinkeln, ich war nicht durstig, im Zimmer war es nicht zu heiß oder zu kalt und ich fühlte mich nicht krank, mir war nicht schwindelig oder sons...

"Keine Haut – keine Bedienung"

Wir nennen sie „Schäler“. Einige von ihnen sind Stammgäste, andere kommen nur das eine Mal vorbei und gehen dann verheult, während sie eine Blutspur über den Boden des Lokals ziehen. Was sie machen, ist das sogenannte „Schälen“, und es ist der neue blöde Trend, auf den die Kinder heutzutage stehen. Lieber wäre mir der Anblick, wenn sie an gesnieften Kondomen ersticken würden, statt sich in unseren Toiletten zu schälen, weil die Kondome wenigstens keine blutige Schweinerei machen würden. Soweit ich weiß, hat „Schälen“ nicht wirklich etwas mit Selbstverletzung zu tun so wie Ritzen, sondern es ist eher ein Ritus, so wie sich manche Kinder gegenseitig herausfordern, wer seine Handfläche am längsten über eine Flamme halten kann. Im Falle des Schälens wird statt einer Flamme ein Kartoffelschäler gebraucht, und man schaut, wer das längste Stück Haut in einem einzigen Zug abschälen kann. Das Ganze ist auf so vielen Ebenen bekloppt. Normalerweise erkenne ich, wenn eine Gruppe im Begriff ist, es...

"Die Schönheit des Gesichts... Verliere dein Gesicht und du bist verloren"

Vor ein paar Monaten gingen ein Freund und ich in eine Bar um etwas zu trinken und uns auf dem Laufenden zu halten. Nur wir zwei trafen uns zum Männerabend und widmeten uns ganz schweigsam uns selbst und unseren Getränken. Nachdem wir uns eine Stunde lang an der Theke unterhielten, stand irgendein Typ hinter uns auf, sein Kopf war von einer Kapuze bedeckt, und stillschweigend reichte er mir einen Zettel, dann ging er, ohne ein Wort zu sprechen. Vorne auf dem Papier war eine Zeichnung von dutzenden, verrückt verzerrten Gesichtern, ähnlich wie etwas aus einem Traum eines Schizophrenen. Es war gespenstisch. Auf die Rückseite hatte er geschrieben: „Die Schönheit des Gesichts. Verliere dein Gesicht und du bist verloren.“ Bin mir nicht sicher, was der unheimliche Barkünstler damit meinte oder bezweckte, doch ihm möchte ich nicht nochmal begegnen.

Die Zone der Stille

Ganz tief in der Wüste zwischen Durango, Chihuahua und Coahuila liegt die Zona del Silencio (zu Deutsch die Zone der Stille), die seit Jahrzenten für große Kontreversen sorgt. Geschichten über mysteriöse Lichter, Störungen in Elektroniksystemen, wundersame Pflanzen und Kreaturen, mysteriöse Personen, Geister und vom Himmel herabgefallene, heiße Steine haben diesen Ort für viele zu einem mythischen Schauplatz gemacht. Ufologen, Parapsychologen und Wissenschaftler untersuchen all diese Phänomene im Biosphärenreservat Mapimí. „Was ist passiert?“, fragte sich Francisco Sarabia  –  der Pilot, der eine mysteriöse Begebenheit überlebte. Francisco Sarabia Tinoco ist der berühmteste Toppilot in Mexiko. Dies ist unter anderem auf seinen Geschwindigkeitsrekord zurückzuführen, den er 1939 beim Flug von der Mexikostadt nach New York aufstellte. Sarabia ist jahrelang mit Statuen, besonderen Ausgaben von Briefmarken mit seinem Abbild, und anderen Denkmälern geehrt worden. Der nationale F...

Meine Frau und ich fanden einen aktiven Telegraphen hinter einer Wand

Hierbei geht es um unser erstes Haus. Es ist ein altes, in das viel Arbeit gesteckt werden muss, doch klein Tommy und Diane hatten trotzdem noch große Vorstellungen. Wir entschieden, die unnütze Bibliothek in der Größe einer Besenkammer zu entfernen, was den Abriss einer Wand im ersten Stock erforderte. Unsere Hämmer schlugen gleich beim ersten Schwung wie nichts durch den tapezierten Putz und das Holz  –  durch die Wand, welche aussah, als wäre sie in Eile zusammengeschustert worden. Mitten im leeren Raum stand eine helle Kiste aus Messing auf einem dünnbeinigen Tisch. An dem Objekt waren ein kleines, poliertes Rädchen, das mich an eine altmodische Filmspule erinnerte, und ein tickender, sich bewegender Hebel.   Es handelte sich um einen Telegraphen aus dem 19. Jahrhundert, dessen einzige Leitung abgetrennt war und im staubigen, ungestrichenen Raum halb den Tisch herunterhing. Der Telegraph verklickte dennoch eine Botschaft.   Meine Frau und ich sind Technik...

Gefallene Zigarette

Die unangezündete Zigarette fiel mir von den Lippen, als mich der Mann in der Menschenmenge anrempelte. Fluchend bückte ich mich, aber zu spät, der Schuhabsatz einer Frau hatte sie zerquetscht. Beim Aufheben des ruinierten Glimmstängels entdeckte ich etwas Seltsames. Ich zerdrückte die Zigarette und faltete das weiße Papier auf und verstreute den Tabak. Auf der Innenseite war eine Folge fremdartiger Buchstaben. Mit etwas Mühe erkannte ich, dass es sich um ein Gebetspapier handelte, was man normalerweise während religiöser Zeremonien verbrennen würde. Was besagt dieses Gebet? Was besagen all die anderen Gebetszigaretten?

Das Fremdenritual

Jemals vom Fremdenritual gehört? Nein? Nun, vielleicht ist das gut so, vielleicht bist du in deinem Unwissen sicherer und ich sollte dir nichts davon erzählen, wenn man versteht, dass dieses Ritual ein bisschen gefährlich sein kann. Willst du immer noch informiert werden? Sehr wohl. Ich werde dich aufklären. Das Stranger Ritual bzw. das Fremdenritual ist ein Ritual, das es dir ermöglicht, mit etwas außerhalb dieser Welt in Kontakt zu treten, mit etwas jenseits der Grenze des menschlichen Verstandes. Manche munkeln, dass dieses Ritual dir ermöglicht, mit dem Tod selbst in Kontakt zu treten. Um dieses Ritual durchzuführen, brauchst du ein paar Sachen. Zuerst wirst du eine Tür brauchen, vorzugsweise eine Holztür. Sie darf keine Fenster oder Gucklöcher haben und sie muss ein Riegel haben. Als nächstes wirst du zwei Kerzen brauchen, eine weiße und eine schwarze. Dann wirst du ein kleines Geschenk brauchen. Wichtig ist, dass das Geschenk nichts ist, wozu du eine persönliche Verbindung ha...

[Wahr] Youtube-Stalker mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung...

Ganz ehrlich: Ich bin eine kleine Nervensäge. Das habe ich von meinem Vater gelernt und es sogar auf meine Katze übertragen. Wir alle lieben es Leuten auf den Leim zu gehen und das Ergebnis anzusehen… selbst bei unseren Liebsten, wobei wir zu erkennen geben, dass es nur der Heiterkeit wegen geschieht. Also, eines Tages vor etwa sechs Jahren hat da ein Typ in Youtubes Kommentarbereich (von dem ich überzeugt bin, dass dieser Bereich die Kloake des Internets ist) angeberisch und voller Eigenlob alles Mögliche von sich gegeben, während er andere auf eine Art und Weise runtergeputzt hat, die ich nicht für akzeptabel gehalten habe, wobei er durchaus ausgezeichnete grammatikalische und sprachliche Kenntnisse gehabt hat. Er hat speziell seinen Schachspiel-Fähigkeiten gehuldigt, auf die er offensichtlich stolz war. Ich frecher Schweinehund habe ihn zur Rede gestellt, weil er definitiv übertrieben hat und es sich wie Quatsch mit Soße angehört hat. Ich meine, der Typ hat gesagt, dass er ein...

Hyper Cola

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Hyper Cola Ich ziehe es vor, nicht über die Tage zu sprechen, an denen ich bei Coca-Cola arbeitete. Aber ich halte es für meine Pflicht, die kranken Geheimnisse dieses bösen Konzerns zu lüften. Er war bereit dazu, Menschen zu peinigen, sie als Marionetten zu gebrauchen, sie zu foltern und sogar ihr Leben zu nehmen, nur um seine Position als Marktführer zu sichern. Vor nicht allzu vielen Jahren, ich würde sagen um 2009 herum, begann ich für den Fleiß und die beeindruckenden Fähigkeiten, die ich an den Tag legte, Zustimmung zu finden. Der Manager unseres Coca-Cola-Abteils beförderte mich und gab mir die Aufgabe, unser neuestes Projekt, einen Produkttest, zu leiten. Das Produkt hieß Hyper-Cola. Energydrinks erfreuten sich wachsender Beliebtheit und Coca-Cola hatte kein Produkt, um in diesem Bereich zu konkurrieren. Hyper-Cola war gerade dafür in Planung. Ich hatte wenig Kenntnis von den Zutaten in der Hyper-Cola, weil ich mich hauptsächlich mit der Vermarktung des Produkts beschäftigt...

Hallo Welt.

Hello world.